HMT - Hohmann Marx & Team

Die aktuelle Geschichte

Typologische Angebotserstellung

Montag Vormittag müssen wir ein Angebot abgeben. Die Anfrage kam Freitag und meine beiden lieben Kollegen haben das Angebot eigentlich fast fertig. Ich bin bis Dienstag unterwegs.

Aber ich bin nervös und nicht in der Lage meinen Kontrollzwang zu beherrschen. Also plane ich um und bin Montag in der Früh um acht im Büro. Ich prüfe Inhalt, Preise und Layout des Entwurfs, korrigiere, stelle um, ergänze. Um neun bin ich mit Heike verabredet. Sie erscheint gut gelaunt um viertel vor zehn.  Heute ist das ok, wir haben Wichtigeres zu tun, als uns über Pünktlichkeit auseinander zu setzen. Wir besprechen die Details und einigen uns auf die wirklich besten Inhalte und deren pfiffigste Darstellung. Nun muss das Angebot wirklich nur noch fertig gestellt werden.

Ein paar Formulierungen hier, den Paketpreis noch mal checken, das Profil von Heike ergänzen, ach ja der Flyer als Anlage, und die Seitenzahlen korrigieren, alle Tabellen bündig – das dauert eben! Und immer wieder entdeckt man ja auch hier eine unschöne Schriftauszeichnung und dort ein EUR statt €. Heike wird immer ungeduldiger. Ständig steht sie hinter mir und guckt und redet. Dann beginnt sie, schon mal den Text für das Anschreiben zu formulieren. Um 12 soll das Angebot schließlich spätestens raus sein. Aber ich habe noch einen Tippfehler im zweiten Absatz gefunden und muss noch mal ausdrucken und checken. Heike ergreift langsam die Peitsche – und kümmert sich um den Flyer, der schließlich auch mitgeschickt werden soll. In der endgültigen Version, die ich von ihr bekomme, sind die Schriftgrößen nicht einheitlich. Das Anschreiben enthält unvollständige Sätze. Es ist viertel vor zwölf. Heike ist fassungslos und schwingt inzwischen die Peitsche. Ich finde partout keinen Fehler mehr, weder im Angebot, noch im Anschreiben noch im Flyer. Das Angebot wird kurz vor zwölf rausgeschickt. Vermutlich fehlerfrei.

Wir sind beide gestresst aber stolz. Und wieder überzeugt von unserer guten Teamarbeit. Und eine nette typologische Geschichte haben wir außerdem.

Petra